15.02.15 – Ammersee

Während der Winter in Ismaning nur von Ferne grüßt, liegen die Berge rund um Herrsching am Ammersee noch unter einer dicken Schneeschicht. Dementsprechend gefahrvoll gestaltet sich unsere Wanderung auf den Widdersberg. Steile Anstiege, vereiste Wege, tiefe Abgründe am Wegesrand. Furchtlos schreiten wir voran …

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Bis zu halber Unterschenkelhöhe sinkt man an manchen Stellen in den Schnee ein.

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Der See ist zugefroren.

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Frost, Eis, Kälte, zum Glück aber nur wenig bis gar kein Wind.

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Am Wendepunkt unserer Wanderung die Kirche St. Michael in Widdersberg.

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Ausgesprochen schön für eine Landkirche des 18. Jahrhunderts, seit jeher zum nahen Kloster Andechs gehörig. Dem Kirchenführer zufolge gibt ihr Inneres einen Vorgeschmack auf die himmlischen Wohnungen! (Nachtrag: Erst der Kirchenführer offenbart das vor Ort nicht wahrgenommene: das gegenreformatorische Bildprogramm: die personifizierte rechtgläubige Kirche schleudert einen Blitz auf das Ungeheuer der Häresie, welches in seinem Fall zwei Reformatoren (!) mit sich reißt.

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Auch am Wegesrand ist der Katholizismus präsent. Der Süden ist da ganz anders imprägniert als der Norden.

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So winterlich wie es hier scheint, ist es dann eine große Überraschung, dass man in Herrsching selbst schon gemütlich am See sitzen kann.

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Erst noch der nicht weniger gefahrvolle Abstieg.

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Und schon sitzen wir auf Bierbänken am Rande des Ammersees, von der Sonne gewärmt, mit landestypischer Kost versorgt.

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Fast ein Hauch von Urlaub und Sommer.

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Ich werde auch nicht direkt jünger. Sich gut halten, mehr kann man nicht verlangen …

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Die Sonne verschwindet, Zeit zu gehen.

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31.12.13 – Andechs

Am letzten Tag des Jahres erproben wir meine neuen Wanderschuhe und machen uns auf zu einer der berühmtesten Wallfahrtsstätten des Freistaats: dem Kloster Andechs. Blauer Himmel und klirrende Kälte – hervorragendes Wanderwetter.

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Vom Bahnhof in Herrsching aus führt ein Weg nach Andechs. Meist ist die Beschilderung vorbildlich, manchmal fehlt sie. Zum Glück weist der Herr seinen Schäfchen immer den rechten Weg …

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Wir erreichen die Klosterkirche.

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Aufwärtsstrebend.

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Mancherorts finden sich untrügliche Zeichen dafür, dass hier auf dem heiligen Berg religiöses Geschehen an der Tagesordnung ist, obwohl wir leider nur einen der Klosterbrüder – im Andenkenladen – zu Gesicht bekommen.

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Nicht nur der geistlichen, auch der körperlichen Stärkung bedarf der rechtschaffene Pilger.

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Aussichten, wie man sie vom Berg aus hat.

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