14.08.16 – Altötting

Das Herz des christlichen Bayern, so lautet die Altöttinger Selbstbeschreibung, zurecht. Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt, ich war da. Dem betrügerischen Treiben eines Telekommunikationskonzerns ist es zu verdanken, dass es diesmal nur Stock-Photos gibt. Das Treiben spielt sich rund um den Kapellplatz ab, in dessen Mitte die Gnadenkapelle steht. Rundherum in schön barocker Pracht ein Museum, drei Kirchen, zwei Hotels mit Restaurants und Cafés und eine Eisdiele. Und dazu viele kleine Läden mit religiösen Devotionalien. Aus den Kirchen heraus dringt sowohl Gesang als auch Predigt und weht über den Platz. Und manchmal der Duft von Weihrauch …

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Das Publikum ist erstaunlich jung und international, erwartungsgemäß überwiegt das spanisch-portugiesische Temperament bei den Touristen. Alle sammeln sich vor dem wundertätigen Gnadenbild, der schwarzen Madonna. Die Kapelle hat einen äußeren Umgang, dessen Wände mit Votivbildern vollgepflastert sind. Und es stehen Holzkreuze bereit, die man schultern kann und mit denen man dann rund um die Kapelle zieht.

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Hier das Museum im Haus Benedikt XVI.

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Und hier die Basilika St. Anna, die größte Kirche im Ort mit ca. 8000 Plätzen.

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In einer Krypta liegt in verfenstertem Sarg Graf von Tilly, der Heerführer der Katholischen Liga, und wartet wie Kaiser Barbarossa auf seine Wiederkunft … sollte sie im Kampf der Kulturen mal nötig sein. Offenbar war kein Wallfahrtswochenende, daher keine Menschenmassen, sondern sehr angenehm überschaubarer Publikumsverkehr, entspannt dörfliche Atmosphäre.