31.12.14 – Hamburg

Teil 2 der Jahresendodyssee: Landau in der Pfalz – Hamburg. Im 1.-Klasse-Abteil des ICE findet sich diesmal das Literaturhaus-Publikum ein. 90 Prozent Frauen ab 55. Dementsprechend ruhig und gemütlich ist die Fahrt. In Hamburg erwarten mich dann gleich zwei sehr verstörende Phänomene: Erstens erleuchtet der schöne Weihnachtsbaum mit echten Kerzen schon am 28.12. zum letzten Mal in vollem Glanze! Danach folgt die Abschiebung auf die Terrasse und ins Kalte, wo er ungeschmückt seine letzten Tage verbringt – immerhin leistet ihm ein Stern Gesellschaft …

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Vor Schreck über das sinnfreie, dafür umso länger anhaltende Geböllere in der Silvesternacht kippt der Baum hintenüber. Sein letztes Stündlein scheint geschlagen zu haben.

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Zweitens steht das Torte-Essen nicht sehr hoch im Kurs. Meine Tortenstücke haben deshalb nie Geschwister und ich mümmele sie ohne begeisterte Mit-Esser in mich hinein. Hier eine leckere Nusstorte.

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Gleiche Torte, anderes Stück weil anderer Tag.

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Völlig ungerührt von Weihnachten, Silvester und der Knallerei treibt der Sasel-Hase weiter sein Unwesen im Garten. Frühmorgens an Neujahr stattet er uns einen Besuch ab und wird von mir als dem zu der Zeit einzig wachen Bewohner des Hauses mit einem freudigen „Frohes Neues“ begrüßt. Man kennt und schätzt sich …

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Der erste kulturelle Ausflug des Jahres führt uns in die Deichtorhallen in eine Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen der Leica. Sehr schöne dokumentarische s/w-Fotografien aus der unmittelbaren Nachkriegszeit. Ein voller Erfolg!

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Dann die Rückkehr an die Isar. Hier schneit es seit Tagen, eine dicke Schneeschicht liegt, leider fehlt der blaue Himmel. Trotzdem zum ersten Mal winterliche Stimmung.

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Und noch vier freie Tage bis es wieder ins Büro geht …

29.12.14 – Travemünde

Travemünde, eine Kleinstadt in unmittelbarer Nähe des nördlichen Polarkreises gelegen (nach gefühlter Temperatur jedenfalls), ist das Ziel unseres heutigen Wellness-Ausflugs. 60-minütige Ganzkörpermassage und Schwimmen im Arosa-Hotel. Vorher jedoch der obligatorische Spaziergang durch die arktische Kälte …

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Die Silhouette der Stadt wirkt noch einladend und beschaulich, hier am Strand jedoch hat Väterchen Frost schon zugeschlagen. Weil ich zum Fotografieren die Handschuhe ausziehen muss, laufe ich Gefahr die Finger durch Erfrierungen zu verlieren. Zum Glück geht alles gut.

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Die Einheimischen sind an die Kälte ja gewöhnt.

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Und hier der Versuch, das obige Bild nach ausführlicher Erklärung mit anderer Person, aber selbem Bildausschnitt nachzuschießen:

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Nachdenklich oder festgefroren, das ist hier schwer zu sagen …

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Dann ist der Spaziergang endlich durch und wir begeben uns ins Wellness-Hotel. Der Mann von Welt wirkt selbst in Bademantel und Stoffschlappen elegant. Intelligenter Gesichtsausdruck ist Standard.

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Es gibt da in einem der letzten Bond-Filme eine Szene, in der Daniel Craig ebendiese Klamotten trägt. Ich bin da von der Wirkung her ganz nah dran, ich bin ganz sicher.