17.11.13 – München

Der November ist da, es ist ungemütlich grau und nasskalt draußen. Trotzdem habe ich meinen Wunderläuferstatus eindrucksvoll unter Beweis gestellt: durch einen 45-Minuten-Lauf am Samstag abend. In der Innenstadt treffen wir dann vermummte Verrückte, die auf der Eiswelle und damit im Wasser unterwegs sind. Man kann es mit dem Sport auch zu weit treiben …

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Auf dem Programm steht Moderne Kunst – unser Ziel ist eine Richard-Artschwager-Ausstellung im Haus der Kunst.

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Wer die Zeichen zu lesen versteht, erkennt schon im Foyer, dass die Lage unverändert ist. Der Zustand der modernen Kunst ist so kritisch, dass er Notfallpflege zwingend macht. Trotzdem zieht sie zuverlässig junge Blonde an. Effektiver schafft das nur die Photographie …

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Hier nun spricht der Künstler. Bzw. lässt sprechen. Einen Tisch mit Tuch, der kein Tisch mit Tuch ist, sondern ein massiver Holzblock. Die räumliche Variante der berühmten Pfeife?

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Weitere Objekte. Die Räumlichkeiten selber sind monumental. Da hat’s die Kunst schwer. Die Besucher auch. Soll Dignität verleihen? Sargt aber ein. Drinnen noch dachte ich mir, ganz schön Albert-Speer-mäßig, das ganze. Und tatsächlich lehrt uns Wikipedia, dass es sich beim Haus der Kunst um den „ersten Monumentalbau des nationalsozialistischen Regimes“ handelt.

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Ausrufezeichen (Moderne Kunst) – Fragezeichen (Rezipient).

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Und wie jeden Sonntag gilt: Kein Widerfahrnis, das nicht durch ein gutes Stück Kuchen geheilt werden kann …

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03.11.13 – Ismaning

Das Wetter zeigt uns die kalte, herbstliche Schulter. Draußen ist kein Bleiben. Deshalb machen wir uns auf den Weg zum örtlichen Hallenbad.

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Die geschwungene Fassade fügt sich organisch in die Landschaft ein und erinnert an den Wellenschlag des Wassers. So in etwa, würde man den Architekten fragen.

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Nachdem wir eine erkleckliche Anzahl von Bahnen geschwommen sind, mangels Zeitmessung ist die genaue Geschwindigkeit nicht dokumentiert, dank überlegener Technik jedoch glitten wir einem Delphin gleich durchs Wasser, geht es zum Programmpunkt Kultur: Das Schlossmuseum Ismaning.

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Hier lernen wir, dass ein Nobelpreisträger und ein späterer Papst einst in unserem schönen Dörfchen Wohnung nahmen. Näher kommen wir der Nobelmedaille wohl nicht mehr in diesem Leben …

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Der sonntägliche Kuchen darf auch heute nicht fehlen.

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